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  • FEI verschiebt Implementierung der “Progressive List”

    Nach den massiven Protesten aus einigen europäischen Staaten bezüglich der Implementierung der “progressive list” hat die FEI angekündigt, die Einführung der Liste, gemäß welcher sechs Substanzen zukünftig bis zu einer Obergrenze auch in Wettkämpfen erlaubt sein sollen, auf den 5. April 2010 zu verschieben. Zunächst sollte die Liste zum 1. Januar in Kraft treten. After massive protests from some European countries concerning the implementation of the “progressive list”, the FEI has announced to postpone the implementation of this list (as per which six substances should be allowed up to fixed limits also during competitions) until April 5th, 2010. Originally it was planned that the list should come into full force on January 1st, 2010.

    Wie das FEI-Bureau in Lausanne mitteilte, soll durch die Verschiebung eine ausgedehnte Diskussion über die neue Vorgehensweise möglich gemacht werden. Die FEI hätte zur Kenntnis genommen, dass diese Liste, welche nach Abstimmung mit 53 zu 48 Stimmen bei der FEI-Generalversammlung in Kopenhagen angenommen worden war, Auswirkungen auf nationale Verbände hätte und mit den geltenden nationalen Gesetzgebungen in Übereinstimmung zu bringen wäre. “Die FEI ist dafür kritisiert worden, nicht genügend Zeit für Rücksprachen bezüglich der Substanzen, welche die neue von der alten Liste unterscheiden, eingeräumt zu haben. Darüber hinaus war das Missfallen über die späte Veröffentlichung der “progressive list” sehr groß”, sagte FEI-Präsidentin Prinzessin Haya. Die einzelnen Standpunkte würden von der FEI ausgesprochen ernst genommen und daher geht die FEI davon aus, dass es nur fair sei, die Implementierung der Liste zu veschieben, um jedermann die Möglichkeit zu geben, seinen Standpunkt darzulegen und von weiteren Veterinär-Experten wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

    Kurz zuvor hatten sich erstmals - nach dem Vorpreschen der deutschen FN - noch zwei weitere nationale Verbände zur progressive list zu Wort gemeldet:

    Der britische Verband hatte seine Vorbehalte gegen die Zulassung der sechs Substanzen ausgedrückt, dabei aber die Bemühungen der FEI um einen sauberen Sport in den letzten 18 Monaten ausgesprochen gewürdigt. Man werde die FEI dringend um eine Überarbeitung dieser progressive List. Aber: Drohgebärden wie aus Deutschland (Drohung mit der Gründung eines europäischen Verbandes oder mit dem Boykott der Weltreiterspiele) waren in dem britischen Statement ebensowenig zu finden wie abwertende Statements über andere Nationen bei der Generalversammlung (”Was soll denn einer von den Fidji-Inseln dazu sagen……”). Darüber hinaus gab es ein Statement der US-Amerikanischen FN, welche die Implementierung der progressive list unterstützt.

    As the FEI-Bureau in Lausanne announced, by delaying the implementation it should be made possible to allow for a “broader debate”. The FEI recognizes that the progressive list, which was accepted with a majority of 53 : 48 during the FEI’s General Assembly in Copenhagen, will affect National Federations and has to comply with state laws in some countries.

    “The FEI has been criticized for not providing sufficient time for consultation on the substances that differentiate the new policy from the old and there has also been widespread unease about the late publication of the progressive list”, FEI President Princess Haya is quoted. “Views that have been expressed since the vote are being taken extremely seriously by the FEI ….. In light of these considerations, we felt it was only fair to delay implementation of the new list to allow everyone to have their say and let other veterinary experts look at the science behind this policy change.”

    Shortly before there were - for the first time after the hurry ahead of the German FN - official statements from two national federations concerning the progressive list.

    The British Equestrian Federation had expressed it’s concern about the implementation of the six substances, but on the other hand had expressively recognized the excellent work of the FEI for clean sport during the past 18 months. However, the British Equestrian Federation urges the FEI to review the progressive list. BUT: There were neither any threatening gestures like there were from Germany (threatening with the foundation of an European Federation or with a boycott of the World Equestrian Games) nor any insulting utterances about other nations being present during the General Assembly (”What shall say someone from the Fidji-Isles to this issue….”). In addition, there was one official statement from the US Equestrian Federation, which clearly supports the progressive list.